Restless Souls/Glossary/Artifacts: Difference between revisions

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: Aufgrund vieler unerfahrener Mitarbeiter in der US-Administration sind die Hauptziele in Venezuela von außen nicht klar absehbar. Selbst wenn man die Ölfelder direkt oder indirekt übernehmen könnte, würde es zig Milliarden und Jahre kosten bis diese restauriert sind und wieder Gewinne abwerfen. (Einige Unternehmen haben bereits [https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zu-riskant-zu-unrentabel-trump-will-us-olkonzerne-offenbar-nach-venezuela-locken--doch-die-winken-ab-15062646.html abgewunken].) Da Trump stets an schnellen Erfolgen interessiert ist, würde ein Einsatz in Venezuela ihm kaum helfen. Denkbar wäre daher auch Venezuela als Konkurrenten klein halten zu wollen. Venezuela ist des Weiteren [[wp:Venezuelan_refugee_crisis#United_States|eine Quelle von Migration]] und zumindest ein wichtiges Transitland für Drogen. Idealerweise müsste Maduro zum Erreichen dieser Ziele auf die eine oder andere Art verschwinden. Fürs Erste scheint sich die USA damit übernommen zu haben, weshalb auch eine gesichtswahrende Eskalation denkbar ist, wie etwa Präzisionsschläge /-Einsätze gegen echte oder vermeintliche Drogenobjekte. Bei einem größeren Einsatz läuft die USA Gefahr [https://edition.cnn.com/2025/12/07/politics/venezuela-war-migrants-trump viel mehr Flüchtlinge] an ihre Grenzen zu bringen.
: Aufgrund vieler unerfahrener Mitarbeiter in der US-Administration sind die Hauptziele in Venezuela von außen nicht klar absehbar. Selbst wenn man die Ölfelder direkt oder indirekt übernehmen könnte, würde es zig Milliarden und Jahre kosten bis diese restauriert sind und wieder Gewinne abwerfen. (Einige Unternehmen haben bereits [https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zu-riskant-zu-unrentabel-trump-will-us-olkonzerne-offenbar-nach-venezuela-locken--doch-die-winken-ab-15062646.html abgewunken].) Da Trump stets an schnellen Erfolgen interessiert ist, würde ein Einsatz in Venezuela ihm kaum helfen. Denkbar wäre daher auch Venezuela als Konkurrenten klein halten zu wollen. Venezuela ist des Weiteren [[wp:Venezuelan_refugee_crisis#United_States|eine Quelle von Migration]] und zumindest ein wichtiges Transitland für Drogen. Idealerweise müsste Maduro zum Erreichen dieser Ziele auf die eine oder andere Art verschwinden. Fürs Erste scheint sich die USA damit übernommen zu haben, weshalb auch eine gesichtswahrende Eskalation denkbar ist, wie etwa Präzisionsschläge /-Einsätze gegen echte oder vermeintliche Drogenobjekte. Bei einem größeren Einsatz läuft die USA Gefahr [https://edition.cnn.com/2025/12/07/politics/venezuela-war-migrants-trump viel mehr Flüchtlinge] an ihre Grenzen zu bringen.
:: [https://www.spiegel.de/ausland/mexiko-us-regierung-treibt-planung-von-militaereinsaetzen-auf-mexikanischem-staatsgebiet-voran-a-9c6d0ba0-71f7-4ac6-bce5-22013794e322 Gegenüber Mexiko] hatte Trump auch schon mit Einsätzen gedroht, die diplomatisch vorerst abgewendet werden konnten.
:: [https://www.spiegel.de/ausland/mexiko-us-regierung-treibt-planung-von-militaereinsaetzen-auf-mexikanischem-staatsgebiet-voran-a-9c6d0ba0-71f7-4ac6-bce5-22013794e322 Gegenüber Mexiko] hatte Trump auch schon mit Einsätzen gedroht, die diplomatisch vorerst abgewendet werden konnten.
:: Der Verkauf venezolanischen Öls im großen Stil setzt eine entsprechende Nachfrage voraus für die noch mehr Einfluss auf die europäischen Klimaziele genommen werden müsste.
:: Der Verkauf venezolanischen Öls im großen Stil setzt eine entsprechende Nachfrage voraus für die noch mehr Einfluss auf die europäischen Klimaziele genommen werden müsste. China wird kaum scharf darauf sein seine Abhängigkeiten zu erhöhen. Mittelfristig planen sie führend in grüner Technologie zu werden. Schwer vorstellbar, dass sie sich von der USA erpressen lassen Öl zu kaufen. -- Bei einer Pressekonferenz zu Venezuela wurde Trump erneut auch auf Russland angesprochen. Trump antwortete mit altbekanntem und vermied stärkere Kritik. Anscheinend hat er immer noch die Idee mit Russland möglichst bald Geschäfte zu machen.
 
:: Trump kann mit der Extraktion von Maduro von innenpolitischen Themen ablenken: Der Putin-kritische Post, den er absetzen musste. Die mehr als 1 Million neue Epstein-Akten. Der Rückzug der Nationalgarde aus verschiedenen Städten. Mit dem Angriff Caracas kann Trump sich wieder als großer Macker darstellen. -- ''Wie können wir mit wenigen Mittel, möglichst viel erreichen?'' Auffällig war das Trump vor dem Angriff auch den Iran bedrohte, mit Hinweis ihr er Demonstranten behandelt. -- Wie auch immer: '''Mit Maduro ist erst einmal ein gesichtswahrendes Minimalziel erreicht. Mit viel Glück gibt es dann doch noch ein Bonus oben drauf, wobei sich Trump zur Unterstützung seiner selbsterfüllenden Prophezeiung siegessicher gibt.''' Für die CIA heißt es jetzt wohl Überstunden schieben, da man die Maduros Anhänger irgendwie ruhig halten muss. Vorausgesetzt das dortige Militär macht ebenso mit. Bis zum vollwertigen Regime change im dann Ex-Shithole country ... äh neuen Protektorat ... will man der Übergangsregierung Anweisungen diktieren: "we're going to run the country".
:: Weitere Auswirkungen: China hat eine weitere Rechtfertigung<!-- ein weiterer Sargnagel--> gegen Taiwan vorzugehen. [https://www.tickaroo.com/e/GoXvZQ8cZslnH3Tq In der chinesischen Bevölkerung]<!--https://s.weibo.com/weibo?q=%23特朗普称已抓获委内瑞拉总统%23&topic_ad=&t=547--> diskutiert man jedenfalls schon fleißig. -- Als möglicherweise innenpolitische lame duck, besonders vor und nach den Midterms, steigt das Risiko, dass Trump verstärkt auf außenpolitische Abenteuer setzt, um Punkte zu sammeln und sein Ego streicheln zu lassen. Rubio hat ja bereits Kuba erwähnt. Man munkelt Rubio schielt damit auf seine Wählerbasis. Für die Reps bleibt es ein mehr als riskantes Spiel: Kurzfristige Ablenkungen spülen kein Geld auf die Konten normaler Wähler.
: "In the Western Hemisphere—and everywhere in the world—the United States should make clear that American goods, services, and technologies are a far better buy in the long run, because they are higher quality and do not come with the same kind of strings as other countries’ assistance. That said, we will reform our own system to expedite approvals and licensing—again, to make ourselves the partner of first choice. '''The choice all countries should face is whether they want to live in an American-led world of sovereign countries and free economies or in a parallel one in which they are influenced by countries [like China and Russia] on the other side of the world.'''"
: "In the Western Hemisphere—and everywhere in the world—the United States should make clear that American goods, services, and technologies are a far better buy in the long run, because they are higher quality and do not come with the same kind of strings as other countries’ assistance. That said, we will reform our own system to expedite approvals and licensing—again, to make ourselves the partner of first choice. '''The choice all countries should face is whether they want to live in an American-led world of sovereign countries and free economies or in a parallel one in which they are influenced by countries [like China and Russia] on the other side of the world.'''"


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