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* Föderalismus versus Zentralismus
* Föderalismus versus Zentralismus
** Der Föderalismus ist ein zweischneidiges Schwert, das insbesondere in [[wp:de:F%C3%B6deralismus_in_Deutschland#Nachkriegszeit_1945%E2%80%931949|Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg]] verstärkt wurde, um eine zukünftige Gleichschaltung durch Extremisten zu erschweren.<!-- Dem ist zu entgegnen, dass virulente Gedanken nicht vor Ländergrenzen halt machen. Besonders nicht im Internetzeitalter. Wenn ein Bundesland komplett übernommen werden kann, ist dies auch mit jedem anderen möglich. Zumal sich Extremisten meist mit nicht-föderalen Themen an die Macht bringen: Sie präsentieren sich ''universell'' als Kümmerer im ländlichen Raum, als Verteidiger des wahren "Volks(willen)", versprechen einfache Lösungen und bieten Wut kanalisierende Sündenböcke, wie etwa Migranten. A few more Cents: 1) Man kann konstatieren, dass die Nazis den Föderalismus zwecks Ideologie (Faschismus) und Effizienz ihres Totalitarismus abbauten. 2) Gleichzeitig war der Föderalismus aber zur Anfangszeit des NS ein Nullsummenspiel oder in der Bilanz sogar förderlich: Man man nämlich argumentieren, dass der Föderalismus Schutzräume bot, in denen der NS unbehelligt wachsen konnte und vor den Befugnissen eines deutschen Zentralstaates sicher war. 3) Die Sorgen vor den Notstandskompetenzen etwa eines Reichspräsidenten sind irrelevant. Angebliche oder tatsächliche Krisen, die durch Propaganda weiter aufgebläht werden, können jede noch so radikale Politik legitim erscheinen lassen. Egal wie Macht vorher verteilt war, findet schließlich ein Systemwechsel statt. Eine wirksame Eindämmung von Extremismus kann nur in der Ursachenbekämpfung von Extremismus liegen.--> Gleichzeitig ist Föderalismus eine Quelle von Ineffizienz und nationalen Reformstau, was in letzter Konsequenz Ablehnung bis Extremismus begünstigen kann. Abgesehen von '''kulturellen Eigenheiten''', die in föderalen Strukturen besser berücksichtigt werden können, sollte also '''im Zweifel Zentralismus vor Föderalismus''' stehen. Denn schließlich stehen '''Nationen auch in Konkurrenz zueinander'''. Wenn Föderalismus maßgeblich Teil einer Wettbewerbsunfähigkeit ist, hat er sich selbst ad absurdum geführt, weil er das übergeordnetes System, das ihn beschützt, schwächt. Zudem sind wiederum Nationalstaaten meist Teile übergeordneter Strukturen<!-- (bis hin zu einer Systemrivalität, die durch Supermächte angeführt wird)-->, die durch das Prinzip der ''Kleinteiligkeit'' ausgebremst werden. Einzelne Mitglieder dürfen sich weder übervorteilen, noch totale Blockadehaltungen einnehmen können. Die innere Komplexität politischer Systeme kann auch ein Angriffspunkt für äußere Aggressoren sein, da es deren Strategie von "teile und herrsche" begünstigt.<!-- Veto-Regeln können besonders verheerend sein. Auch immer wieder zu beobachten bei UN (plus Sicherheitsrat), EU und NATO.-->
** Der Föderalismus ist ein zweischneidiges Schwert, das insbesondere in [[wp:de:F%C3%B6deralismus_in_Deutschland#Nachkriegszeit_1945%E2%80%931949|Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg]] verstärkt wurde, um eine zukünftige Gleichschaltung durch Extremisten zu erschweren.<!-- Dem ist zu entgegnen, dass virulente Gedanken nicht vor Ländergrenzen halt machen. Besonders nicht im Internetzeitalter. Wenn ein Bundesland komplett übernommen werden kann, ist dies auch mit jedem anderen möglich. Zumal sich Extremisten meist mit nicht-föderalen Themen an die Macht bringen: Sie präsentieren sich ''universell'' als Kümmerer im ländlichen Raum, als Verteidiger des wahren "Volks(willen)", versprechen einfache Lösungen und bieten Wut kanalisierende Sündenböcke, wie etwa Migranten. A few more Cents: 1) Man kann konstatieren, dass die Nazis den Föderalismus zwecks Ideologie (Faschismus) und Effizienz ihres Totalitarismus abbauten. 2) Gleichzeitig war der Föderalismus aber zur Anfangszeit des NS ein Nullsummenspiel oder in der Bilanz sogar förderlich: Man man nämlich argumentieren, dass der Föderalismus Schutzräume bot, in denen der NS unbehelligt wachsen konnte und vor den Befugnissen eines deutschen Zentralstaates sicher war. 3) Die Sorgen vor den Notstandskompetenzen etwa eines Reichspräsidenten sind irrelevant. Angebliche oder tatsächliche Krisen, die durch Propaganda weiter aufgebläht werden, können jede noch so radikale Politik legitim erscheinen lassen. Egal wie Macht vorher verteilt war, findet schließlich ein Systemwechsel statt. Eine wirksame Eindämmung von Extremismus kann nur in der Ursachenbekämpfung von Extremismus liegen.--> Gleichzeitig ist Föderalismus eine Quelle von Ineffizienz und nationalen Reformstau, was ironischerweise in letzter Konsequenz wiederum Ablehnung bis Extremismus begünstigt. Abgesehen von '''kulturellen Eigenheiten''', die in föderalen Strukturen besser berücksichtigt werden können, sollte also '''im Zweifel Zentralismus vor Föderalismus''' stehen. Denn schließlich stehen '''Nationen auch in Konkurrenz zueinander'''. Wenn Föderalismus maßgeblich Teil einer Wettbewerbsunfähigkeit ist, hat er sich selbst ad absurdum geführt, weil er das übergeordnetes System, das ihn beschützt, schwächt. Zudem sind wiederum Nationalstaaten meist Teile übergeordneter Strukturen<!-- (bis hin zu einer Systemrivalität, die durch Supermächte angeführt wird)-->, die durch das Prinzip der ''Kleinteiligkeit'' ausgebremst werden. Einzelne Mitglieder dürfen sich weder übervorteilen, noch totale Blockadehaltungen einnehmen können. Die innere Komplexität politischer Systeme kann auch ein Angriffspunkt für äußere Aggressoren sein, da es deren Strategie von "teile und herrsche" begünstigt.<!-- Veto-Regeln können besonders verheerend sein. Auch immer wieder zu beobachten bei UN (plus Sicherheitsrat), EU und NATO.-->


* Staatsfinanzen und Wirtschaft
* Staatsfinanzen und Wirtschaft
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