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Es scheint, dass Trump sich nicht einfach nur als "bold" auftretender Businessman versteht, wobei gerade in den USA eine besonders starke Selbstvermarktung dazu zählen kann. In Anlehnung ans Showbiz scheint er den Leuten auch "eine gute Show" liefern zu wollen, um damit Wahlkampfveranstaltungen erfolgreich zu gestalten, aber auch um damit konkret Politik zu machen: Diese Inszenierungen sollen quasi selbst erfüllende Prophezeiungen werden, auch wenn die Fakten dazu nicht passen. Man kann immer wieder beobachten, wie Trump ausfällig wird, wenn Journalisten, Militärs oder sonstige Personen ihm widersprechen oder kritische Fragen stellen, die nicht zu seinen Inszenierungen passen. Er glaubt, seine Pläne funktionieren am besten, wenn ihm da keiner dazwischenquatscht. Beispiel: Bei der Bombardierung des Irans behauptete er, die nuklearen Anlagen seien alle zerstört. Die Idee war offenbar, dem Iran einen Exit zu bauen, um damit weiter Diplomatie zu betreiben. | Es scheint, dass Trump sich nicht einfach nur als "bold" auftretender Businessman versteht, wobei gerade in den USA eine besonders starke Selbstvermarktung dazu zählen kann. In Anlehnung ans Showbiz scheint er den Leuten auch "eine gute Show" liefern zu wollen, um damit Wahlkampfveranstaltungen erfolgreich zu gestalten, aber auch um damit konkret Politik zu machen: Diese Inszenierungen sollen quasi selbst erfüllende Prophezeiungen werden, auch wenn die Fakten dazu nicht passen. Man kann immer wieder beobachten, wie Trump ausfällig wird, wenn Journalisten, Militärs oder sonstige Personen ihm widersprechen oder kritische Fragen stellen, die nicht zu seinen Inszenierungen passen. Er glaubt, seine Pläne funktionieren am besten, wenn ihm da keiner dazwischenquatscht. Beispiel: Bei der Bombardierung des Irans behauptete er, die nuklearen Anlagen seien alle zerstört. Die Idee war offenbar, dem Iran einen Exit zu bauen, um damit weiter Diplomatie zu betreiben. | ||
2026.05.01 | 2026.05.01 | ||
Zölle: Was auch immer dieses erpresserische Rumpelstilzchen hinter den Kulissen schon wieder fordert, gebt es ihm nicht. Sonst wiederholt sich das. | Two cents: | ||
* Zölle: Was auch immer dieses erpresserische Rumpelstilzchen hinter den Kulissen schon wieder fordert, gebt es ihm nicht. Sonst wiederholt sich das. | |||
Militär: | * Militär: Merz als Politiker in Verantwortung hat mehrfach gesagt, dass er Trump solange wie möglich an Bord halten will, weil man bei der eigenen Aufrüstung so langsam ist. Man will das Zeitfenster der Verwundbarkeit möglichst klein halten. Gleichzeitig maximiert er damit das Zeitfenster der eigenen Erpressbarkeit durch die USA, insbesondere durch Trump. Seit Monaten gibt es darüber diese Geisterdebatte. -- Gut informierte/informierende Medien hatten bereits ein, zwei Wochen vorher darüber berichtet, dass die USA planen Truppen abziehen. Also ja, absehbar. Die eigentliche News war, dass auch die geplanten Raketen gestrichen werden. -- Ob Trump zwischenzeitlich verstärkt Truppen abzieht oder nicht, darf in der Kalkulation keine Rolle spielen. Niemand glaubt noch ernsthaft daran, dass eine USA unter Trump uns verteidigen wird. Genau genommen gab es da vorher schon Zweifel dran. Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass es sich aus innenpolitischen Gründen auch um ein Schwarzes-Peter-Spiel gehen könnte: Entweder Europa tanzt nach der Pfeife der USA (siehe deren Sicherheitsstrategie) oder man stößt die Europäer so hart gegen den Kopf, dass die sich maximal darüber empören, was wiederum Trump den Anlass gibt die NATO wie auch immer geartet aufzulösen - mehr als nur zu sagen, Putin könne [https://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-68266447 mit den Europäer machen, was immer er will]. -- Es bleibt dabei: Die Europäer sollten sich nicht so rumschubsen lassen. -- Russland erlebt in der Ukraine sein zweites Guerilla-Afghanistan. Und sollte es jemals weiteren osteuropäischen Boden betreten, wird sich die dortige Bevölkerung notfalls mit Messer und Bratpfannen verteidigen und ein drittes Afghanistan bedeuten. Es gibt für Russland in Europa nichts zu holen. -- Die zwei Szenarien von Lanz (Masala) und Precht müssen so verstanden werden, dass sie einen fließenden Übergang haben: Russland steht wirtschaftlich stark beschädigt und demographisch ausgeblutet dar. Eigentlich macht es nicht viel Sinn dann den nächsten Krieg anzuzetteln. Nun ist Putin aber so, dass er dazu neigt sich alles zu nehmen was er kriegen kann. Das Land ist auf Kriegswirtschaft eingestellt und hat wie die Ukraine einiges an frischer Kampferfahrung gesammelt. Da würde es sich anbieten an anderer Stelle einfach weiterzumachen. Es ist also wichtig Putin erst gar nicht einzuladen und stärke zu zeigen. Lanz und Precht äußern verständlicherweise Frustration über diese Rüstungsspirale. Wer genau hinhört, erkennt da auch noch die Kritik an einen angeblich militärisch-industriellen Komplex, der die Dynamik kapert. Da will man eigentlich hinzufügen: Die Zukunft ist nicht in Stein gemeißelt. Es gibt Parteien und Menschen von Berufs wegen, die werden da stets ein sehr genauen Blick drauf haben. Und wenn die Zeit reif ist für eine Kurskorrektur, wenn diese nicht automatisch passiert, kann man helfen eine neue Diskussion anzustoßen. | ||
====Friedensrat==== | ====Friedensrat==== | ||
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