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* Kontrolle über Öl und Gas, um China auszubremsen | * Kontrolle über Öl und Gas, um China auszubremsen | ||
Mal angenommen der Iran hätte es tatsächlich irgendwie geschafft Trump mit einer Bombe oder Rakete zu töten. Nach einem solchen nie dagewesenen Ereignis hätten die USA den Iran in die Vorsteinzeit zurückgebombt und dafür gesorgt, dass sich ein solcher Anschlag nie wieder wiederholt. Die iranischen Fanatiker wünschen sich das wahrscheinlich immer noch und würde es trotzdem nicht tun, weil auch sie bis zwei zählen können. -- Auch die Argumente über das Atomprogramm scheinen vorgeschoben, da es erst ein Angriff auf die Urananreicherungsanlagen gab und die Geheimdienste nach wie vor keine unmittelbare Bedrohung sahen. -- Klemens Fischer sagte mal bei n-tv, dass die USA in der Ukraine und im nahen Osten "aufräumen" wollen, um sich China widmen zu können. Das erklärt (verstärkt), warum die Aktionen des Längeren geplant und nicht spontan war. Zusätzlich motiviert dürfte Trump durch seinen ''Erfolg'' in Venezuela gewesen sein. Im Vorfeld gab er sich verständnislos, dass der Iran in Anbetracht der Übermacht der USA nicht längst kapituliert hat. Israel versuchte die USA schon länger für seine Zwecke einzusetzen. Bei der Ausschaltung von Chomeini war von einer seltenen Gelegenheit die Rede, von einem "window of opportunity". Danach musste man weitermachen und die konventionellen Waffen ausschalten. Trump rechtfertigte implizit den Einsatz daher auch mit Tyrannenmord. Offiziell strebt man kein Regime Change an, aber man würde es (verständlicherweise) schon gern sehen. Um [https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Festung-Iran-Was-eine-Boden-Invasion-fast-unmoeglich-macht-id30427280.html Bodentruppen zu vermeiden] hoffte die Trump-Adminstration von die iranische Zivilbevölkerung. "Help is on the way." ([https://www.youtube.com/watch?v=NNWaHH9W-HA Reminded to something?]) Die Hilfe kam zu spät. Nachdem zehntausende Iraner vom Terrorregime getötet wurden, hält sich der Kampfgeist in Grenzen. Es ist zweifelhaft, ob ein paar bewaffnete, [https://www.n-tv.de/politik/In-Syrien-liess-Trump-die-Kurden-fallen-im-Iran-braucht-er-sie-id30432027.html desillusionierte Kurden] den Unterschied ausmachen können. Das gesichtswahrende Minimalziel der USA ist somit als eine erfolgreiche Rasenmäheroperation anzusehen. Rubio erklärte, dass man dabei auf das Raketenarsenal und die Marine abgesehen hat. -- [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/china-im-fokus-donald-trumps-energieangriff-auf-iran-110849097.html Bei der möglichen Kontrolle über Öl und Gas wäre zu überlegen, in wie weit das wirklich eine Verbesserung darstellt.] Im Ukrainekrieg wollte man sich Russland annähern und Chinas Einfluss zurückdrängen. Nach einem umfassend erfolgreichen Angriff auf den Iran wäre Russland und China noch stärker von einander abhängig. | Mal angenommen der Iran hätte es tatsächlich irgendwie geschafft Trump mit einer Bombe oder Rakete zu töten. Nach einem solchen nie dagewesenen Ereignis hätten die USA den Iran in die Vorsteinzeit zurückgebombt und dafür gesorgt, dass sich ein solcher Anschlag nie wieder wiederholt. Die iranischen Fanatiker wünschen sich das wahrscheinlich immer noch und würde es trotzdem nicht tun, weil auch sie bis zwei zählen können. -- Auch die Argumente über das Atomprogramm scheinen vorgeschoben, da es erst ein Angriff auf die Urananreicherungsanlagen gab und die Geheimdienste nach wie vor keine unmittelbare Bedrohung sahen. -- Klemens Fischer sagte mal bei n-tv, dass die USA in der Ukraine und im nahen Osten "aufräumen" wollen, um sich China widmen zu können. Das erklärt (verstärkt), warum die Aktionen des Längeren geplant und nicht spontan war. Zusätzlich motiviert dürfte Trump durch seinen ''Erfolg'' in Venezuela gewesen sein. Im Vorfeld gab er sich verständnislos, dass der Iran in Anbetracht der Übermacht der USA nicht längst kapituliert hat. Israel versuchte die USA schon länger für seine Zwecke einzusetzen. Bei der Ausschaltung von Chomeini war von einer seltenen Gelegenheit die Rede, von einem "window of opportunity". Danach musste man weitermachen und die konventionellen Waffen ausschalten. Trump rechtfertigte implizit den Einsatz daher auch mit Tyrannenmord. Offiziell strebt man kein Regime Change an, aber man würde es (verständlicherweise) schon gern sehen. Um [https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Festung-Iran-Was-eine-Boden-Invasion-fast-unmoeglich-macht-id30427280.html Bodentruppen zu vermeiden] hoffte die Trump-Adminstration von die iranische Zivilbevölkerung. "Help is on the way." ([https://www.youtube.com/watch?v=NNWaHH9W-HA Reminded to something?]) Die Hilfe kam zu spät. Nachdem zehntausende Iraner vom Terrorregime getötet wurden, hält sich der Kampfgeist in Grenzen. Es ist zweifelhaft, ob ein paar bewaffnete, [https://www.n-tv.de/politik/In-Syrien-liess-Trump-die-Kurden-fallen-im-Iran-braucht-er-sie-id30432027.html desillusionierte Kurden] den Unterschied ausmachen können. Das gesichtswahrende Minimalziel der USA ist somit als eine erfolgreiche Rasenmäheroperation anzusehen. Rubio erklärte, dass man dabei auf das Raketenarsenal und die Marine abgesehen hat. (Die restlose Beseitigung des Atomprogramms bzw. des atomwaffenfähigen Urans würde wahrscheinlich den verfügbaren Zeitraum sprengen.) -- [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/china-im-fokus-donald-trumps-energieangriff-auf-iran-110849097.html Bei der möglichen Kontrolle über Öl und Gas wäre zu überlegen, in wie weit das wirklich eine Verbesserung darstellt.] Im Ukrainekrieg wollte man sich Russland annähern und Chinas Einfluss zurückdrängen. Nach einem umfassend erfolgreichen Angriff auf den Iran wäre Russland und China noch stärker von einander abhängig. | ||
Zuckerbrot und Peitsche ... erm ... vielleicht sollten wir es diplomatischer Push und Pull nennen: Wer im Iran langfristig ein '''weniger autoritäres Regime''' (und weniger Südenbockpopulismus für den Machterhalt) sehen will, sollte über '''Süßwasser''' und daher auch über Energie und Rohstoffe (Kreislaufwirtschaft + Bergbau) nachdenken. | Zuckerbrot und Peitsche ... erm ... vielleicht sollten wir es diplomatischer Push und Pull nennen: Wer im Iran langfristig ein '''weniger autoritäres Regime''' (und weniger Südenbockpopulismus für den Machterhalt) sehen will, sollte über '''Süßwasser''' und daher auch über Energie und Rohstoffe (Kreislaufwirtschaft + Bergbau) nachdenken. | ||
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