Restless Souls/BC0

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Prologue: Smouldering Ember

Tokyo Dom, Anno 2056

Der Tokyo Dom lag inmitten der künstlichen Insel vor der Bucht der Altstadt und stach als einzig große Anlage der Region umso mehr hervor. Die damalige Stadtplanung verzichtete auf den Ausbau des Industriesektors und förderte die Entstehung von Wohn-, und Erholungsflächen von Haneda bis Chiba. Und Heute? Die neue Regierung sah das Stadion als idealen Platz die lokale Bevölkerung zu konzentrieren. Die Rede des neuen Präsidenten Clark Wilson sollte von hier jeden Bildschirm in der restlichen Welt erreichen. Doch noch war es nicht so weit.
Die zu tausenden einströmenden Besucher drängten durch die morgendlichen Licht- und Schattenspiele der verglasten Vorbauten und würden sich schließlich nach einer guten Stunde auf ihren zugewiesenen Plätzen einfinden - Sicherheitscheck eingerechnet. Der heutige Tag, der 9te des Dezembers 2056, sollte zum Gedenktag erhoben werden, als Erinnerung zum Sieg über die Schreckensherrschaft der ehemalige Welt-Koalitionsregierung und ihrer TCTF-Vollstrecker. Die durchgehend heitere Stimmung der nun „Freien Weltbürger“ schien selbst Kritiker und Pessimisten des letzten Krieges vereinnahmt zu haben; vielleicht lag es auch daran, dass nur ein ausgewähltes Publikum heute hier sein würde. Schwer beschäftigt ihre blau-weißen Fähnchen und Banner zu schwenken, warteten die Massen darauf, dass die Festivitäten endlich beginnen würde; zu dieser Jahreszeit verständlicherweise umso mehr. Nichtsdestotrotz suchte die Sicherheit nach den Feinden des Systems; nach der menschlichen Erfahrung hatte jedes System Feinde.


Der hoch gewachsene Mann im blauweißen Mantel stand inmitten der glasgewölbten Vorhalle und wechselte ein paar Worte mit seinem Headset und PDA ausgerüstetem Security-Chef.

„Ist dieser Reporter endlich eingetroffen?“

„Noch nicht. Er wird wohl mit der Hauptwelle kommen.“

„Wenn ihr unsern Gast findet, bringt ihn in meiner Loge.“ Damit ging er dem Fahrstuhl entgegen und verschwand in einem der eigentlichen Anbauten.
Der andere Mann konzentrierte sich wieder auf seine Arbeit.

„Wie sieht’s aus Okamin?“

Der kontaktierte saß im Wetterschutzgerüst und durchstreifte mit dem Fernglas die Tribünen.

„Nachdem wir Bombenattentate und Luftanschläge ausschließen können, werden sie es wohl kaum auf den direkten Weg versuchen. Unsere Wärmesucher hätte bei A.M.-Träger schon längst Alarm geschlagen.“

„Also?“

„Belassen wir’s bei: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zu spät kommen. Es war nur ein Bluff.“

„Halten Sie die Augen trotzdem weiter offen.“

„Verstanden.“


Es war ungewohnt wolkenlos für diese Jahreszeit. Okamin hielt sein Gesicht in einen der durchs Gestänge fallenden Lichtstrahlen und genoss für einen Augenblick jene sanfte Wärme -- bis ein Piepen seine Aufgaben wieder ins Gedächtnis rief.
Im PDA war die Nachricht eines gewissen X105 eingegangen.

Jareth ist unterwegs, mach den Weg frei.

Okamin warf ein Blick auf die DinA4-große Projektorfolie, die er zwischen zwei Stangen gehängt hatte um die Helmkamera-Bilder der fünf anderen Sniper mitzuverfolgen – das Team hatte sich als Sternformation in der Oberkonstruktion verteilt. Zwei beobachten gerade die orange gekleideten Techniker die unten am Rednerpult standen.

„Waren die nicht schon fertig?“, fragte einer über Funk.

„Ich find das wunderbar. Nie wird das mit uns abgesprochen. Sucht nach potentiellen Attentätern. Wie toll, da könnten die auch vor unserer Nase herumtanzen.“

„Informationsteilung ist grundlegend, deswegen konnte die WKR nicht alles vereinnahmen. Ohne Network...“

„Wärm nicht wieder alte Kamellen auf. -- Ich frag Takashi. Vielleicht - “

Ein Knacken ging durch die Verbindung. „Tsumoto?“

„Hey-hey, jetzt erschreck dich mal nicht so, ich musste den Kanal wechseln.“

Im nächsten Moment war auf der Projektorfolie ein zweites Bild ausgefallen. Ein drittes Bild zeigte unbewegt den Boden, Blut floss an einer Ecke vorbei.


Takashi, der Securitychef hörte alles über die Konferenzschaltung mit. Nach einem lässigen Blick auf Display sah er, dass die Situation alles andere als in Ordnung war.

„Geht in Deckung! Ryo, Mike: drei Posten wurden schon ausgeschaltet.“

„Wiederholen sie das“, drang mit ungläubiger Stimme zurück. Im nächsten Moment gellte ein Schrei durch die Com-Verbindung. Damit begrenzten sich die Möglichkeiten wer es sein könnte.

„Ryo, es ist Okamin, erledige ihn!“

Die übrig geblieben Einheit setzt sich in Bewegung, die Deckung am westlichen Hauptträger verhinderte eine frei Sicht auf die Position des vermeintlichen Verräters. Er hangelte sich aus dem Dachgestänge über ein Laufgitter und lief zum Treppenhaus. „Okamin, warum tun sie dies? Okamin!“


Unterdessen meldete sich der Präsident.

„Es war ein Fehler: diese Söldner werden immer unzuverlässiger. Takashi, lassen Sie schleunigst die Posten ersetzen, wenn nötig, übernehmen Sie selbst einen.“

Der Aufgeforderte ging darauf nicht ein. „Das wird vorerst unnötig sein. Entweder ist er auf der Flucht oder er hat irgendeinen Plan was die Absicherung von oben schwierig macht.“

Nun war es der Präsident der ihn überhörte. „Er weiß zu viel. Wir müssen ihn kriegen. Vielleicht... Er wird über das Dach verschwinden wollen!“

„Lasst ihn nicht entkommen“, gab Takashi an einen Teil der rechtlichen Sicherheit weiter.


Okamin war bereits auf dem Dach. Als Ryo die Tür aufstieß, sah er ihn aus gut 15 Meter entfernt noch an der Seilwinde hängen.


Takashi und der Präsident - in Begleitung zwei weiterer Blau-Weiß-Uniformierter - hatten sich unterwegs getroffen als ein gedämpftes Wummern durch das Treppenwerk hallte.

„Hat er denn alle erledigt?“ schnaufte Clark.

„Eine Einheit war nicht mehr in seiner Sicht, wie andersherum, er müsste... Ryo, was zur Hölle ist nun?“

Keine Antwort und nur noch ein Stockwerk. Es roch verkohlt und nach verbrannten Fleisch, da sahen sie Ryos Überreste an der Tür, Wänden und auf dem Boden. Die Gruppe blieb stehen, Takashi prüfte über PDA die letzten Aufnahmen der Helmkamera.

„Fordern Sie eine Drohne oder besser gleich die Satellitenüberwachung an.“

Takashi sah den Präsident irritiert an.

„Nun mach schon! Und sag Traton er soll die Zufahrten sperren und das Gebiet durchkämmen!“

Doch dieser meldet sich schon von selbst.

„Wie mir scheint, hab sie doch etwas überfordert. Ich werde ihnen Verstärkung schicken, aber beginnen sie jetzt mit ihrer Rede bevor noch was Schlimmeres passiert.“

„Danke. Aber ich muss sie noch bitten nach Okamin zu suchen.“

„Hat er endlich sein wahres Gesicht gezeigt? Gut... Aber jetzt gehen Sie!“

Die Gruppe drehte sich um wieder ins Stadion zu gelangen als Takashi etwas in der Luft wahrnahm. Weniger als dreißig Meter entfernt, flimmerte etwas auf. Zwei Gleiter enttarnten sich und würden gleich landen. Es waren Tamatsu und Lynn, sie ließen bei Bodenkontakt die Apparaturen fallen und rannten weiter auf die andere Gruppe zu.

„Kleine Planänderung, der Präsident wird später seine Rede halten - oder besser gar nicht.“

Die beiden zogen ihre Waffen bevor es die anderen taten.

„Ganz ruhig. Legt die Teile auf den Boden und kickt sie rüber.“

Die beiden Sicherheitsbeamten fügten sich.

„Gut. Und was ist mit euch?“

„Mit Terroristen verhandeln wir nicht.“ Lynn entfuhr ein mäßiges Lachen.

„Terroristen... Terroristen nennt er uns! --

Hör mir mal zu: du bist gar nicht in der Lage mit mir zu verhandeln.“ Widerwillig händigten auch Clark und Takashi ihre Waffen aus. „Was jetzt?“

„Wir werden uns jetzt alle hinsetzten und diese gute-Morgen-Luft genießen“, erwiderte Tamatsu. Lynn setzte sich als erstes um klarzustellen, dass dies ein schlechter Scherz war, dem man trotzdem Folge zu leisten hatte. Dann griff sie zum Headset.
„Und wie geht's meinem Butterfly?“

Die Antwortende enthielt sich einem Kommentar...
„Lynn... Ich hoffe ihr habt den Präsidenten gefunden, hier ist er nicht.“

„Positiv.“

„Okay. Wir starten dann die Übertragung.“

Nun saßen auch Clark und seine restlichen Männer.

„Was hab ihr vor, wenn ich fragen darf?“

„Im Herzen der META ging das Syndikat ein, das kann egal wie nicht schöngeredet werden“, antwortete Tamatsu mit eiserner Mine.

„Traton wird euch finden und töten, vielleicht auch mich für mein Versagen.“

„Der ist beschäftigt“, korrigierte ihn Lynn.

Unterdessen setzten die Soundboxen des Stadions einen kleinen rundum laufenden Puls frei, sodass man wusste, dass gleich eine Übertragung stattfinden würde. Das Publikum hatte sich nun restlos eingefunden, laut Bauinformation Platz für 300.000.

Die an der Innenseite der geöffneten Überdachung angebrachten monströs großen Projektorflächen zeigten erstmals Leben. Nach einem kurz aufflackernden Testbild, erschien ein virtueller Raum. Es war das Klischee einer Gesprächsrunde.
Aus der Leere strömten weiße digitale Fetzen heran und vereinten sich zu einem gläsernen Abbild einer Person.

„Ich würde ja gern sagen guten Morgen allerseits, aber auf der anderen Seite herrscht gerade die Nacht – deswegen, einfach nur: Willkommen.“
Für diesen Moment spielte ein Lächeln um die Mundwinkel des Redners.
„Was haben wir nicht schon alles erlebt. Den Aufstieg der WKR, ihre Schreckensherrschaft, und auch ihren Fall.“

Wie auch auf den Tribünen, lauschte die sechs-köpfige Gruppe auf dem Dach mit, jedem war eine gewisse Unsicherheit ins Gesicht geschrieben. Wollte der Präsident nicht sprechen statt dieser virtuellen Gestalt? Würde Traton eingreifen und den Präsidenten zur Rechenschaft ziehen. Und für die Saboteure war nicht ausgeschlossen, dass die feindliche Verstärkung doch noch erscheinen würde. Clark räusperte sich. „Ihr wollt mir doch etwa nicht die Arbeit abnehmen?“ „Abwarten“, gab Lynn abgehakt zurück.

Unterdessen stellte der Sprecher seine ebenso digitalen Gäste vor.
„Begrüßen wir Professor Krüger, prämierter Historiker der GUR, Sergeant Miller von den Gathered Anti-Terror Commandos, Tracy Campbell, Direktor der Technology Crimes Task Force im Westsektor, und Jareth, ein freier Reporter.“
Die Anwesenden nickten zum Redner - die Sitzung konnte beginnen.

Der Moderator setzte sich in die Runde und wandte sich sogleich an Professor Krüger.
„Freiheit ist kein geschenktes Gut und gerade heute wollen ihr daran erinnern. Vielleicht könnten sie uns erläutern wie dieser Alptraum überhaupt zustande kam.“

Professor Krüger räuspertet sich. „Gern. Aber sie müssen wissen dieses Thema ist sehr komplex und bedarf einiges an Vorwissen.“

„Deswegen haben wir Sie ja eingeladen, bitte, fangen sie einfach an.“

„Nun gut. --
September 2031, die Jahre der florierenden Märkte und des Warenüberschuss forderten schließlich ihren Tribut; kleinere Länder befanden sich im Bankrott und Supermächte taumelten ihm entgegen. Durch die Vereinigung der Wirtschaftsmärkte der ganzen Welt sollten alle Altschulden getilgt werden und jeder seine weiße Weste zurückerhalten. --
Die mit der Globalisierung begonnene Rechts- und Wirtschaftsliberalisierung wurde nun unter der Tarnkappe der „Welt-Koalitionsregierung“ am 12. Januar 2032 vollendete. Die Großbanken und Trust ließen sich bei ihren eigenen verschuldeten Regierungen die unglaublichen Geldsummen mit einem gewissen Mitbestimmungsrecht ersetzen – schließlich war es ja ihr „Privatbesitz“.
Mit einem einzigen Großmarkt und einem Rechtssystem verbanden sich natürlich auch die Staaten zu einen einzigen. Die Entnationalisierung versuchte man mit dem Versprechen abzudämpfen, dass alle Volksgruppen ordnungsgemäß vertreten sein würden - es gab sogar einen Rat, der nach dem Modell der Vereinten Nationen entsprach, vorerst.
Erfolg und Problem zugleich: Eisenhauers Alptraum vom „militärisch-industriellen Komplex“ sollte sich zu diesen Tagen auflösen. Proxy-Kriege würden in einer vollkommen vereinten Welt keinen Platz mehr haben.“

„Hier sollten wir noch ein genaueren Blick drauf werfen“, unterbrach ihn der Moderator.
„Was ist zum Beispiel ein Proxy-Krieg?“

Krüger hatte natürlich die Antwort gleich parat. „Krieg ist sehr profitabel. Die Soldaten ziehen ja nicht einfach mit dem Bajonett los, wenn sie noch wissen was das ist... Schwer- und Elektroindustrie, besonders die Waffenfabriken beginnen zu touren, die Kriegforschung wollen wir auch nicht außen vor lassen. Kampfjets der neusten Generation kosten Milliarden.“

Der Moderator sah sich zu den Anwesenden des Militärs um. „Kostet das wirklich so viel?“

Tracy zeigte auf Miller, die beiden hatten sich bereits per Augenkontakt abgesprochen. „Bitte sehr.“

„In der Tat: die Zahl repräsentiert heute sogar nur noch eine der Maschinen“, gab Miller zur Auskunft.
„Um vielleicht noch ein besseres Beispiel noch anzuführen: für das Network Centric Warfare wurden bis zum Großen Aufstand 240 Milliarden ausgegeben.“

Der Moderator zeigte sich sichtlich beeindruckt. „Wer weiß was man mit soviel Geld hätte kaufen können -- aber was kann dieses "Netzwerk" überhaupt?“

„Zuletzt wurde in KI-Unterstützung investiert. Denn die Vernetzung von Aufklärungs-, Führungs- und Wirksystemen ist eine Sache - die Auswertung der Datenfluten aber für Menschen unmöglich.“

Nach diesem kleinen Ausflug bemühte sich der Redeführer zum Kern zurückzukehren. „Neben einer schnellen Freund-Feind-Kenn-Weitergabe ist also auch der effektivste Schlag bald berechnet...“

An dieser Stelle meldete sich Krüger wieder zu Wort: „Das Schlüsselwort lautet Überlegenheit. Ein Krieg gegen einen Gegner der kein solches System hat, ist so gut wie gewonnen - man hätte ihn gar nicht führen brauchen. Er soll also über die Rüstung und ökonomischen Zusicherungen im eingenommenen Gebiet Geld bringen. - Doch bei vereinten Staaten und Märkten hat diese Strategie keinen Boden mehr. - Lobbyismus und Trust haben in der Globalisierung diesen zweiten Komplex geschaffen der den militärisch-industriellen nun aussticht. --
Eine zweite Front verlief auf kultureller Basis, die später auch noch künstlich genährt wurde: Entwicklungsländer und „Staaten des Islamismus“ sahen in der Annektierung ihrer (Lebens- und) Wirtschaftsräume eine weiteren Betrug der „westlichen Welt“; das „koloniale Erbe“ galt als Beweis, dass der Kapitalismus nur Schaden brachte. --
Die anhaltende Radikalisierung beider Seiten und schließlich Eskalation brachte der WKR die Möglichkeit den „Clash of Cultures“ durch inoffizielle Ausleger wie gekaufte Sender zu propagieren. --
Kritiker warnten immer vor diesem „Stand Alone Complex“ – den „Kampf der Kulturen“ als unabwendbares Schicksal anzusehen, der im Zuge einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung reale Ausmaße bekommen könnte. --
Auch das Lager der WKR-Militärs spaltete sich zu diesen Tagen. Die radikalen Nationalisten wollten den Nationalstaat erhalten und suchten nach Möglichkeiten sich mit weiteren Widerständler zu verbünden. Die interne Differenz war auch in der Kommandostruktur vorhanden. So bildete sich während des Krieges eine gewisse US-Organisation, dessen „Söldner“ überall eingriffen um ihre Auftraggeber und deren Besitz zu beschützen.

„Ich denke hier sollten wir Sergeant Miller das Wort geben“, leitet der Moderator über.

„Danke. --
Ich denke es ist an der Zeit mit einer kleinen Verzerrung aufzuräumen hinsichtlich der kurzen Existenz des zweiten konföderierten Blocks. Hierfür zitiere aus der amerikanischen Verfassung:
Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind; dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören; dass zur Sicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingerichtet werden, die ihre rechtmäßige Macht aus der Zustimmung der Regierten herleitet; dass wenn irgendeine Regierungsform sich für diesen Zweck als schädlich erweist, es das Recht des Volkes ist, sie zu ändern oder abschaffen und eine neue Regierung einzusetzen und sie auf solche Grundsätzen aufzubauen und ihre Gewalten in der Form zu organisieren, wie es zur Gewährleistung ihrer Sicherheit und ihres Glückes geboten zu sein scheint. --
Wie sie sehen war eine Neubildung durch Volksendscheide durchaus legitim. Doch die WKR befand es für besser sich als geschlossene Einheit zu präsentieren... --
In diesen Tagen rückte der politische Widerstand in den Hintergrund. Die GATC verbündete sich sogar mit terroristischen Gruppierungen. Ziel war es eine Gegner für die WKR zu schaffen an dem sie sich die Zähne ausbeißen sollte – so die internationale Einheit wieder zerfiel.“

Krüger fiel ihm ins Wort: „Ja, ich erinnere mich. Sie befürchteten wohl eine Übersäuerung ihrer kleinen Salatschüssel – in Folge dessen den Clash of Cultures im eigenen Land? Aber ich bezweifelte auch immer, dass das der wahre Grund war.“


Ein schwarzer Kleintransporter fuhr von der Westseite über den Parkplatz ein. Er hielt erst im Versorgungslager nahe eines der Hauptbetonfüße des Stadions. Insgesamt stiegen acht schwer gepanzerte und mit Gatling bewaffnete Einheiten aus, ihre Gesichter waren von dicken Schutzbrillen und Helmen unkenntlich.

„Sir, wir haben das Zielgebiet erreicht. Beginnen mit der Aufklärung.“

„Oberste Priorität hat die Unterbrechung der Sendung, aber schießt nicht alles kurz und klein. Solltet ihr Clark als Geisel wiederfinden, ist nur wichtig, dass ihr die Eindringlinge eliminiert.“

„So gut wie erledigt.“

„Noch etwas: wir haben Stealthsignaturen aufgefangen, gehen Sie denen nicht auf den Leim.“

„Verstanden.“


„Wir unterbrechen an dieser Stelle aus technischen Schwierigkeiten...“